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Umweltschule in Bensheim saniert Schulhof nach besonderen Kriterien

September 2012
Pflastersteine fördern Umweltverständnis [Via Toscana + CombiStabil]

"Umweltschule - Lernen und Handeln für unsere Zukunft" ist eine Auszeichnung, die vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und vom Hessischen Kultusministerium für das besondere Engagement einer Schule im Bereich Umwelterziehung und ökologische Bildung vergeben wird. Gewürdigt wird die Verbesserung der Qualität von Unterricht und Schulleben im Sinne der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. Eine Schule, die bereits zum 11. Mal in Folge die Auszeichnung „Umweltschule“ erhielt, ist das Goethe-Gymnasium im südhessischen Bensheim. Als hier in den Jahren 2005 bis 2010 umfassende Sanierungsmaßnahmen anstanden, setzten die Planer auf ein besonderes Pflastersystem, mit dem das Umweltverständnis der Schüler gefördert werden sollte.

Mit 1.600 Schülern und ca. 100 Lehrkräften ist das Goethe Gymnasium in Bensheim eine der führenden Schulen im Kreis Bergstrasse. Die Auszeichnungen zur „Umweltschule“ erhielt die Schule aufgrund seiner zahlreichen Umweltaktivitäten. In diesem Jahr wurden z.B. an der neuen Turnhalle Nistkästen für Vögel anbracht. Mit einer von der Vogelschutz-AG entwickelten Web-Nistkastenkamera beobachten die Schüler damit das Brutverhalten von Vögeln. Auch mit dem Thema „Bionik“ setzen sich die Schüler auseinander: Unter dem Motto „Lernen von der Natur“ haben sich Schülerinnen und Schüler mit dem Phänomen „Lotus-Effekt“ beschäftigt. In einem anderen Kurs ging es um Photozellen auf der Grundlage von Pflanzenfarbstoffen.

Als in den Jahren 2005 bis 2010 tiefgreifende Sanierungsmaßnahmen der Hauptgebäude sowie der Neubau einer Turnhalle und einer Mensa anstanden, wurden auch die alten asphaltierten Freiflächen einer kompletten Neugestaltung unterzogen. Dipl.-Ing. Klaus Klinger vom Ingenieurbüro Klinger Brückmann aus Lorsch erläutert die Zielsetzung:“ Die umgestalteten Freianlagen sollten den vielfältigen Anforderungen eines modernen Gymnasiums Rechnung tragen: Sinnvolle Verkehrswege, differenzierte Schulhöfe (angepasst an die Bedürfnisse der unterschiedlichen Altersgruppen), Pausenräume auch für Lehrkräfte und Schüler der Oberstufe. Insbesondere sollte aber auch versucht werden, mit Hilfe einer bewussten Außenraumgestaltung das hohe Umweltverständnis der Schule zum Ausdruck zu bringen. Neben der Anlage eines Biotops und einer umfangreichen Dachbegrünung gehörte für uns hierzu in erster Linie eine besonders natürliche Gestaltung der etwa 4.000 m² zu befestigenden Hofflächen. Ziel war es, die rissigen Asphaltbeläge aus den 60er Jahren durch einen optisch ansprechenden Betonpflasterbelag zu ersetzen.“

Farbiges Betonsteinpflaster ersetzt brüchigen Asphalt

Die Entscheidung der Planer fiel auf das Steinsystem Via Toscana - einem Steinsystem des Betonwerks Pfenning aus Lampertheim. Hierzu Klaus Klinger: „Dieses Pflastersystem im Farbton `Muschelkalk´ verleiht den Flächen ein sehr natürliches Ambiente. Seine Optik passt hervorragend zu den neuen gelben Fassaden der angrenzenden Schulgebäude. Der „Hof der Stille“, der als Pausenort für Lehrer dient, strahlt mit Hilfe dieses Steinsystem eine große Ruhe aus. Vor allem aber war es mit diesem System möglich, die große Fläche mit Hilfe von 4 unterschiedlichen Formaten optisch aufzulockern. Auf diese Weise und dank der dezent gebrochenen Steinkanten wirkt das gesamte Areal sehr natürlich und kann vielleicht auch dabei helfen, das Umweltverständnis der Schüler zu fördern.“

Eine weitere Fläche passt aus einem ganz anderen Grund besonders gut zur ausgezeichneten Umweltschule in Bensheim: Die neu geschaffenen PKW-Stellplätze vor der Schule wurden mit dem Pflastersystem CombiStabil – ebenso aus dem Hause Pfenning – befestigt. Dank eines patentierten Abstandhaltersystems gelten diese Steine als besonders belastbar. „Hiermit ist gewährleistet, dass es zu keinen Schäden durch rangierende Fahrzeuge kommt und die Flächen nicht nach kurzer Zeit wieder saniert werden müssen – auch dies sicherlich aus Sicht des Umweltschutzes sehr wünschenswert“, so Klinger.

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