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Kurpark von Bad Bergzabern erhält repräsentatives Entrée

Mai 2012
Verweilen zwischen Stadt und Stille [CombiStabil]

Viele Kurorte in Deutschland sind nach einem ähnlichen Schema angelegt: Um ein Kurhaus schmiegt sich der Kurpark, daran angrenzend die historisch gewachsene Innenstadt. Aus städtebaulicher Sicht nehmen dabei die Kurparkeingänge eine besondere Rolle ein – haben diese doch die Aufgabe, die Hektik der angrenzenden City vor dem besinnlichen Park abzupuffern. Im staatlich anerkannten Heilbad Bad Bergzabern in der Südpfalz wurde im Jahre 2011 ein neues Entrée für den Kurpark eröffnet, das gleich mehrere Aufgaben mit Bravur erfüllt.

Über lange Jahre war der Eingangsbereich in den Kurpark der Kleinstadt am Ostrand des Pfälzer Waldes von einer unruhigen, uneinheitlichen Wirkung ohne Attraktivität geprägt. Günter Burkhart von der Verbandsgemeinde erklärt die Ausgangslage: „Die Unruhe hatte verschiedene Ursachen. Zum einen war sowohl der ruhende als auch der fließende Verkehr ein störendes Element. Unterschiedliche Fahrbahnbeläge aus altem Betonpflaster und brüchigem Asphalt verstärkten diesen Eindruck noch und auch die Hochbauten hatten keinen einheitlichen architektonischen Stil. Was uns zudem fehlte waren weitere Parkplätze und der entsprechende Raum für einen fließenden Übergang vom Leben in der Stadt zur Ruhe im Kurpark“, so Burkhart.

Einheitliche geometrische Formen sorgen für ruhige Ausstrahlung

Bereits im Jahre 2007 begannen die Planungen für eine Umgestaltung des gut 3.000 m² großen Areals zwischen Südpfalz-Therme und Haus des Gastes. Ein Aspekt stand dabei im Vordergrund: Durch die Schaffung einheitlicher geometrischer Formen sollte versucht werden, dem Kurparkeingang eine ruhige Ausstrahlung zu verschaffen.  Günter Burkhart erklärt, wie die Planer dies umgesetzt haben: „Zunächst einmal wurde der Eingangsbereich des Kurparks durch Einbeziehung des Kurtalcenters und durch den Abriss des Kurhauses Brehm erheblich vergrößert und mit einem fließenden Übergang in den Kurpark versehen. Dies brachte deutlich mehr Raum für Fußgänger sowie 20 zusätzliche Stellflächen auf dem Parkplatz, so Burkhart.“

Eine einheitliche Geometrie erreichten die Planer, indem das gesamte Areal in rundlichen Formen angelegt wurde. Zentrum bildet ein etwa 30 x 30 m großer ovaler Platz, der von geschwungenen und farblich abgesetzten Wegen durchzogen wird, die sich bis an die Grenzen des Kurparkeingangs und bis zum Parkplatz fortsetzen: Hierdurch soll die gesamte Fläche eine gewisse Ordnung erhalten und eine bessere Orientierung bieten. Weiteres Highlight: An mehreren Stellen finden sich - im Halbkreis angeordnete - Betonstelen mit Rankgerüsten, die die befestigten Flächen von Grünzonen abgrenzen. Dank der einheitlichen Formgebung dieser Bereiche, wird der neu gestaltete Parkeingang so in den gewünscht ruhigen Rahmen gesetzt.

Optik: Chinesischer Granit als Vorlage

Einen wesentlichen Faktor bei der gesamten Neugestaltung der Flächen spielte auch das verwendete Material für die Oberflächenbefestigung. Da man vor zwei Jahren bereits den nahe gelegenen Ludwigsplatz der Kleinstadt mit Chinesischem Granit saniert hatte, suchte man nach einem Material, was diesem optisch nahe kommt. „Neben der Optik spielten für uns aber andererseits auch technische Aspekte bei der Oberflächenbefestigung eine wichtige Rolle“, erläutert Burkhart, „denn die Flächen sind vor allem bei größeren Veranstaltungen im Kurpark immer wieder erheblichen Belastungen durch LKW ausgesetzt. Das Material, welches uns für die Befestigung des neuen Kurparkeingangs und des Parkplatzes am besten zusagte, war ein Betonsteinpflastersystem, das vom Betonwerk Pfenning aus Lampertheim extra für Bad Bergzabern mit einer speziellen Oberfläche gefertigt wurde. Durch die gestrahlte Oberfläche wirken die Edelsplitte annähernd wie der chinesische Granit.“

Technik: Schäden vermeiden durch Verbundpflastersteine

Aber auch aufgrund seiner funktionalen Eigenschaften waren die Planer von diesem System überzeugt: Die Steine mit dem Namen „CombiStabil“ weisen an ihren Flanken eine bestimmte Verbundtechnologie auf und gelten daher als besonders verschiebesicher. Grund hierfür ist die Einstein-Pflastertechnologie mit einer speziellen D-Punkt-Fugensicherung, die dafür sorgt, dass es bei der Verlegung der Steine nur zu einer punktuellen, minimalen Berührung an den Steinunterkanten kommt. Anders als bei vielen anderen Verbundpflastern mit Verbundnockensystemen, bleibt der Anteil der Fläche, an dem sich die Steine berühren deshalb sehr gering. Eine Knirschverlegung wird so vermieden, die zur Aufnahme von Verkehrsbelastungen notwendige Fuge wird stets eingehalten und so eine optimale Kraftübertragung zwischen den Steinen gewährleistet.

Im November 2011 wurden die neuen Flächen Ihrer Bestimmung übergeben: Günter Burkhart ist sich sicher: „Dank der geschilderten Umbaumaßnahmen kann der Kurparkeingang seine Funktion als Puffer zwischen Stadt und Stille jetzt sehr gut wahrnehmen. Zudem sind wir zuversichtlich, dass die Flächen auch auf Dauer so schön bleiben – Schäden durch zu hohe Verkehrsbelastungen brauchen wir jedenfalls aufgrund der eingesetzten Pflastertechnologie nicht zu befürchten.“

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