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Ewige Schotterpisten sind tabu

November 2008
Bürstadt setzt beim Siedlungsbau auf Wohnqualität - von Anfang an [CombiStabil]

Wird in Deutschland ein neues Wohngebiet erschlossen, so besteht die Straßenbefestigung anfangs oft nur aus einer losen Schotterdecke. Erst nach Fertigstellung der Hochbauten kommt es dann zum Endausbau der Straße.
Mit dieser Baureihenfolge versuchen die Verantwortlichen sicherzustellen, dass Fahrbahn und Gehwege nicht durch schwere Baufahrzeuge, während der Hochbauphase verformt werden. Die Folge: Bewohner von Neubausiedlungen müssen in den ersten Jahren mit viel Dreck und Staub leben. Die Gemeinde Bürstadt im Kreis Bergstraße fand einen Weg, wie man Neubaugebiete ohne ewige Schotterpisten erschließt und den Bewohnern Wohnqualität von Anfang an bietet.

In den letzten Jahren 2002-2008 wurden in der rund 15.000 Einwohner zählenden Ortschaft Bürstadt – einer „Wachstumsgemeinde“ unweit der Städte Mannheim und Ludwigshafen, insgesamt 4 Baugebiete erschlossen. Aktuellstes Neubaugebiet ist die Siedlung Im Sonneneck, in der dieses Jahr 78 Einfamilienhäuser gebaut wurden. Auch hier standen die verantwortlichen Planer vor einem Problem:

„Erklärtes Ziel der Stadtplaner war es, den Bewohnern der Neubaugebiete von Anfang an eine hohe Wohnqualität zu bieten“, formuliert Dipl. Ing. Michael Schweiger vom Büro Schweiger & Scholz aus Bensheim, das verantwortlich für die Planungen des Gebietes Sonneneck war. „Um die Belästigungen der Anwohner durch Staub und Schlamm möglichst gering zu halten, sollte die Straße bereits dann befestigt sein, wenn das erste Haus bezogen ist. Weil zu diesem Zeitpunkt die Hochbaumaßnahmen jedoch noch nicht abgeschlossen sein werden und das Gebiet von schweren Baufahrzeugen befahren wird, kam für die Befestigung nur ein Belag in Frage, der diesen Belastungen gewachsen ist. Asphalt schied für uns aus gestalterischen Gründen sofort aus. Gesucht war ein moderner Betonpflasterbelag, der neben den funktionellen Anforderungen an die Belastbarkeit, auch dem Anspruch an die hohe Wohnqualität der Siedlung gerecht wird. Die verkehrsberuhigte Straße sollte auch optische Akzente setzten und sich mit Hilfe von Rinnen und farblichen Differenzierungen von selbst erklären. Dabei muss die Oberfläche so beschaffen sein, dass sich auch Fußgänger und spielende Kinder sicher darauf bewegen können.“

Die Entscheidung fiel auf „Combi Stabil“ - einem Steinsystem aus der Einstein-Pflasterfamilie aus dem Hause Beton Pfenning im nahe gelegenen Lampertheim. „Dieses Steinsystem verbindet Funktionalität und Optik in idealer Weise und erfüllte damit alle gestellten Anforderungen an den Belag“, so Michael Schweiger.

Geeigneter Pflasterbelag ermöglicht früheren Endausbau der Siedlung

Charakteristisch für dieses Systempflaster sind Verbundelemente, die paarweise so angeordnet sind, dass eine Verschiebung der Steine gegeneinander verhindert wird. Jeweils ein Element eines Verbundelementepaares wird zylindrisch ausgeführt. Das andere verjüngt sich nach oben kegelförmig. Dadurch entstehen Kammern, die Fugenmaterial in allen Korngrößen aufnehmen und eine höchste Verbundwirkung ermöglichen. Eine optimale Kraftübertragung zwischen den Steinen wird dadurch ermöglicht, ohne dass flächig oder linear ein Betonkontakt entsteht. Dadurch bleibt die Elastizität der Pflasterdecke erhalten.

Michael Schweiger: „Dieses Steinsystem hat es uns ermöglicht, im Baugebiet Sonneneck den Zeitpunkt des Endausbaus der Straße deutlich vorzuziehen. Über die rund 8.000 m² des Systempflasters sind bereits während der Hochbauphase etliche schwere Baufahrzeuge gerollt. Dank der D-Punkt-Fugensicherung des Einstein-Pflastersystems wird die zur regelmäßigen Aufnahme von Verkehrsbelastungen notwendige Fuge systembedingt stets eingehalten. Schub- und Horizontalkräfte werden abgepuffert und auf die gesamte Fläche übertragen. So findet eine optimale Kraftübertragung zwischen den Steinen statt. Selbst massive Rangierbewegungen der Baufahrzeuge stellten für die Fläche kein Problem dar.“

Einstein-Fugentechnik: Kombination aus Technik und Design überzeugt

Neben den funktionellen Eigenschaften sprachen auch äußerliche Qualitäten für dieses Pflastersystem: „Mit seinen großen rechteckigen und quadratischen Formaten gefiel uns das Pflaster aber auch optisch sehr gut“, führt Michael Schweiger aus. „Reine Funktionspflastersysteme haben manchmal den Nachteil, dass diese nur eine wenig zeitgemäße Optik aufweisen. Der Combi Stabil dagegen erzeugt mit seinen klaren Linien und dem ruhigen Fugenbild ein angenehmes Wohnumfeld, ist zudem sehr gehfreundlich und passt auch gut zur Architektur der meisten Wohnhäuser in der Siedlung.“

Seit dem Frühjahr 2008 sind die 78 Einfamilienhäuser im Sonneneck fertig gestellt. Betrachtet man die Siedlung heute, so sind trotz intensiver Nutzung keinerlei Verschiebungen im Straßenbelag erkennbar. Michael Schweiger: „Weil wir hier mit diesem Steinsystem so gut gefahren sind, haben wir die Steine auch für den zweiten Bauabschnitt ausgewählt. Für uns sind ewige Schotterpisten in Neubaugebieten damit für immer tabu.“

Informationen über das Steinsystem sind im Internet unter www.einstein-pflastersteine.de abrufbar.


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